Moeder in Israël - een geschiedenis van het Amsterdamse Asjkenazische jodendom

Titel
Moeder in Israël - een geschiedenis van het Amsterdamse Asjkenazische jodendom

Jaar
1964

Pagina's
138



nur das nicht, was Du eigentlich repräsentierst, Du kennst Deine Religion nicht. Gründliches, allgemeines Wissen allein, ich widerhole es, kann die Zukunft des Judenthums retten; denn Nichts ist der Heuchelei und Unwissenheit so gefährlich, als die zermalmende Kraft der Wahrheit und das Finsterniss verscheuchende Licht der Wissenschaft. Dieses verlangte Wissen aber kann nur durch die genaue Kenntniss der Alterthums, das heisst der klassischen Sprachen, und besonders und vorzüglich des Talmuds und der in seinem Geiste später entstandenen jüdisch-philosophischen Literatur erzielt werden; mit ändern Worten, der Rabbiner muss neben einem allseitigen, gründlichen talmu-dischen Wissen eine gediegene, klassische Bildung besitzen.”

Een niet geringe eis, deze laatste en als wij dan nog lezen, dat de jonge geleerde streeft naar „ein allseitiges, tiefes und gründliches talmudisches Wissen und eine genaue Vertrautheit mit dem klassischen Alterthum”, dan zijn we wel benieuwd. Welnu — het tweede gedeelte van het Denkschreiben houdt zich allereerst bezig met de wijze, waarop het Joodse deel der opleiding gerealiseerd zal moeten worden. Dünner onderscheidt voor de Talmoedische studie — ook en uiteraard bij hem de basis van de Rabbijnse vorming — twee richtingen. Hij betoogt:

,.Genau genommen gibt es nur zwei sich durch ihre Lehrmethode unterscheidenden Talmudschulen. Die eine, mehr in Mittel- und West-Europa einheimisch, hält ihr Augenmerk vorzüglich auf die Quantität des Wissens gerichtet; sie begnügt sich daher mit dem thatsächlichen Verständnis« ihres Gegenstandes und geht, so dieses bei dem einem Gegenstände erzielt ist, sogleich zu einem ändern über um so bald als möglich mit dem weitschichtigen, talmudischen Gebiete bekannt zu werden. Ausdauer und Geduld sind als das Wesen dieser Schule zu bezeichnen. Die andere, weil ursprünglich in Polen einheimisch, die polnische genannt, verwirft ganz und gar diese Methode als eine dem talmudischen Studium nicht entsprechende und findet das wahre Studium in der Erforschung der inneren Gesetze des Talmuds, in der Ergründung des Wesens des jedesmaligen Stoffes und dessen Verhältnisses zu allen ihm irgendwie scheinbar oder wirklich verwandten Theilen; dieses Inductionsverfahren hat ihr den Namen der scharfsinnigen gegeben. Ohne mich irgendwie grade zum Schiedsrichter über die Leistungen dieser einander gegenüber stehenden Schulen aufwerfen zu wollen, glaube ich nicht zu irren, wenn ich der letzeren im Namen aller derjenigen, die sich ernstlich mit höheren Wissen beschäftigen, den Vorzug gebe; um somehr, als ich Augenzeuge von den glänzenden Resultaten war, die mit dieser Behandelungsweise bei Jüngelingen — freilich konnten dieselben bei ihrem Eintritte in ein solches Lehrhaus, selbst, wenn auch nur oberflächlich, eine beliebige talmudische Stelle erklären — nach einem dreijährigen Besuch solcher talmudischen Vorträge erzielt worden sind. Es wird wohl fabelhaft klingen, ist aber dennoch Thatsache, dass die Jünger solcher Lehrhäuser durch ihre scharfe Analysirungen, durch ihre Tiefe, in der Beschäftigung mit dem Talmud ergraute Männer beschämt haben.”

Ook hij onderkent hierin wel bepaalde schaduwzijden, maar „nood breekt wetten”. De grondigheid dient te prevaleren boven de hoeveelheid. Wil iemand daarna toch nog kenner van het brede talmoedische gebied worden — „nun gut, so lasse man ihm die dazu nöthige Zeit, man verlange nicht von einem junge Manne das viele Wissen eines Sechzigen.” En bovendien: de Rabbijn heeft nog aan andere eisen te voldoen! En juist voor deze algemene vorming kan door dit geconcentreerde talmoedische onderricht gemakkelijk tijd worden gevonden. Want daarnaast stelt ook de universiteit haar eisen. Al mogen deze laatste niet worden overdreven. Zoals het niet onduidelijk luidt: „Und ersparen wir ferner dem jüdischen Theologen während der Universitätsjahre durch unsern Rath, und wenn nöthig, unser Machtswort die viele Zeit und die grossen Anstrengungen, die er,

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